Einer da oben hasst mich - Rezension

Galerie zum Buch Einer da oben hasst mich
Buchumschlag von Einer da oben hasst mich
Meine Meinung
Einer da oben hasst mich ist laut Protagonist Richie das Syndrom an dem er leidet.
Dieser gleichnamige Roman handelt von hauptsächlich zwei sterbenskranken Jugendlichen in einem Hospiz, die eigentlich nur einen ganz normalen Teenageralltag erleben wollen.

Wer mal in einem Hospiz war merkt, dass die Autorin Hollis Seamon hier aus eigener Erfahrung schreibt. Im Buchumschlag ist zu lesen, dass sie selbst viele Jahre in Kinderkrankenhäusern verbrachte, um ihren Sohn zu pflegen. So kann sie die manchmal etwas unwirklich erscheinende Stimmung in solch einem Haus beschreiben, in dem Bewohner und Gäste sich stets an der Grenze des ertragbaren bewegen.

Der Hauptdarsteller Richie vereint kindliche Direktheit und erwachsenen Realismus und ich mochte ihn und seine Leidensgenossin Sylvie sehr gern. Sie wollen ihre rebellische Phase ausleben, sich nicht dem Krankenhausrhythmus unterwerfen und eigentlich nur mehr Freiheit genießen.

Ein schönes Herbstbuch, dass mich ähnlich wie the fault in our stars sehr gern gelesen habe, mich aber im Gegensatz dazu auch öfter mal zum Lachen brachte.
Fakten
Titel
Einer da oben hasst mich
Autor
Genre
Roman
Seiten
256
Verlag
Sprache
Deutsch
Ausgelesen am
21.09.2014
Erhältlich bei
Amazon
Meine Bewertung

8 Herzen

Klappentext
Ein Besucher packt mich am Arm und schreit mir ins Gesicht: «Was ist bloß mit dir los, Richie?» Offensichtlich fand er Sylvies und mein kleines Halloween-Feuer im Flur des Hospiz' nicht besonders witzig. «Ich habe das Einer-da-oben-hasst-mich-Syndrom», antworte ich. Mein Lieblingssatz, wenn immer mich jemand fragt, was mir fehlt. Ich finde, diese Diagnose bringt auf den Punkt, was davon zu halten ist, wenn ich, Sylvie und andere in unserem Alter an einem Ort wie diesem enden. Wie soll man unser Problem sonst in Worte fassen? EDOHM trifft es meiner Meinung nach verflucht noch mal am besten.
Lieblingsstellen

«All die Fotos, die dort an der Wand hängen, dienen nur einem Zweck: Jeder, der ihr Zimmer betritt – das übrigens Kotzpink gehalten ist, wie Sylvie es ausdrückt – soll wissen, dass irgendwo in dem gelbhäutigen, kahlköpfigen Klappergestell noch diese andere Sylvie steckt, die coole, beliebte, clevere mit dem schönen Haus und der netten Familie. Und das sie einmal ziemlich hübsch war.»

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