Er ist wieder da - Rezension

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Meine Meinung
Hitler 2.0

Dieses Buch befasst sich einmal fernab des schulischen Fingerzeigs mit dem Thema Hitler. Ich finde es sehr gut, dass sich endlich mal jemand an diese historische Figur heran traut und einen Hitler erschafft, dem man näher treten darf.

Ich selbst schwankte beim Lesen stets zwischen Sympathie und Antipathie gegenüber diesem Roman-Hitler und fand dessen Entwicklung im Laufe der Geschichte recht interessant.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine gelungene Gratwanderung mit schönem Schreibstil, unterhaltsam und auch zum Nachdenken anregend; obgleich ich die Geschichte an sich nicht unglaublich spannend fand.
Fakten
Titel
Er ist wieder da
Autor
Genre
Roman
Seiten
400
Verlag
Sprache
Deutsch
Ausgelesen am
27.02.2013
Erhältlich bei
Amazon
Meine Bewertung

8 Herzen

Klappentext
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons.

Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes' Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.
Lieblingsstellen

«(...) einige dieser jungen schülerartigen Gestalten warfen Blicke von einer derartigen geistigen Sparsamkeit, dass man sich kaum vorstellen konnte, welche nützliche Tätigkeit sie eines Tages für die Gesellschaft würden erfüllen mögen.»

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