Ich und die Menschen - Rezension

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Buchumschlag von Ich und die Menschen
Meine Meinung
Die Spezies Mensch wirft viele Fragen auf.
Was hat es mit all den Verhaltensregeln auf sich?
Warum weinen die Menschen von Zeit zu Zeit?
Und warum tragen sie überhaupt Kleidung?

Als Leser schlüpft man in die, im wahrsten Sinne des Wortes, weltfremde Rolle des extraterrestrischen Erzählers und erlebt, wie es ihm gelingt, sich nach und nach an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Mehr noch. Er versteht allmählich Verbindungen wie Familie und Freundschaften und den Stellenwert der Liebe im Konzept Mensch.
Die anfängliche Skepsis weicht einer wachsenden Faszination, so dass jenes Wesen einer anderen Galaxie stets daran erinnert werden muss, dass es eigentlich gesandt wurde, um die Geschichte der Menschen umzuschreiben...

Der Autor Matt Haig hat es sich durch die distanzierte Erzählweise für mein Empfinden etwas einfach gemacht grundlegend philosophische Fragen zu stellen und alltägliches skurril zu verpacken. Wäre dieser Aspekt noch etwas ernsthafter umgesetzt worden, hätte dieser Roman noch eine weitere Dimension gewinnen können. Dennoch bietet sich einem hier eine kurzweilige Geschichte über (hauptsächlich) Menschen, Primzahlen und einen Hund.
Fakten
Titel
Ich und die Menschen
Autor
Genre
Roman
Seiten
350
Verlag
Sprache
Deutsch
Ausgelesen am
12.04.2015
Erhältlich bei
Amazon
Meine Bewertung

8 Herzen

Klappentext
In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?
Lieblingsstellen

«Ich war überzeugt, die Dunkelheit war der Hauptgrund dafür, dass es persönliche und sexuelle Beziehungen auf diesem Planeten gab. Das Bedürfnis nach Trost in der Dunkelheit.»

Stichworte
Kommentare

Uh das klingt gut, schreibe ich mir gleich auf!

Ich habe dieses Buch geliebt und empfehle es auch jedem, der mir zuhören will, weiter! Ich denke Matt Haig geht bewusst mit Humor an diese Themen heran. Vielleicht möchtest du ja noch in "Humans: An A-Z" reinlesen, da werden einzelne Begriffe noch einmal wie im Wörterbuch dargestellt. Ich fand es einfach furchtbar amüsant und - wenn man einmal mit laut in der U-Bahn loslachen fertig ist - regt auch zum Nachdenken an :)

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