Mängelexemplar - Rezension

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Meine Meinung
"Mängelexemplar" ist für mich ein Mängelexemplar.

Jahrelang hörte ich immer wieder von diesem Sarah Kuttner Bestseller-Roman und wollte mir nun schließlich eine eigene Meinung bilden; und sie lautet: ich bin kein Freund dieses Buches. Es geht um Karo, die sich selbst als anstrengend bezeichnet und mit Mitte 20 in eine astreine Depression schlittert, aus der es kein leichtes Entkommen gibt.

Ihre Angstzustände und Panikattacken führen vorbei an verschiedensten Therapeuten und Freunden hin zu rettenden Medikamenten – gut, wir sind hier immer noch bei der Inhaltsangabe, aber es fällt mir schwer etwas über dieses Buch zu schreiben.
Ich empfinde es insgesamt als recht langweilig, komme mir aber gleichwohl merkwürdig vor, von einem Buch über Depression mehr zu erwarten. Vielleicht ist es das Leben wie es wirklich ist - nicht so sehr Hollywood, wie man es sich vielleicht wünscht. Einfach schlicht, manchmal traurig und ernüchternd, ohne Spannungsbogen und großem Knall am Ende. Dennoch hat mir so etwas dann gefehlt, um an diesem Roman mehr gefallen finden zu können.
Es war ein schönes Lesen, mit hin und wieder guten Textpassagen über zwischenmenschliches miteinander, dennoch bleibt es für mich dann doch ganz dem Titel entsprechend ein Mängelexemplar.
Fakten
Titel
Mängelexemplar
Autor
Genre
Roman
Seiten
320
Verlag
Sprache
Deutsch
Ausgelesen am
18.07.2014
Erhältlich bei
Amazon
Meine Bewertung

5 Herzen

Klappentext
Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.
Dem Wahnwitz unserer Gegenwart gibt Sarah Kuttner eine Stimme. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von dem der Verlorenheit, die manches Leben heute aushalten muss.
Lieblingsstellen

«Wir achten alle nicht genug aufeinander. Wir lassen uns zu schnell von abwinkenden Händen und schiefem Grinsen und schlechten Witzen überreden, dass alles in Ordnung ist.»

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