Quiet: The Power of Introverts - Rezension

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Meine Meinung
Man steht als Gast einer Party in mitten eines Raumes, der vollgepackt ist, mit gut gelaunten Menschen. Sich mit dem ein oder anderen zu unterhalten macht Spaß und doch guckt man immer häufiger auf die Uhr und fragt sich Wann kann ich wohl gehen, um endlich bei einer Tasse Tee und einem Buch im eigenen Bett zu liegen?

Wer das oder ähnliche Situationen kennt, wird sich wohl auch in dem Buch Quiet – The Power of Introverts wiederfinden. Susan Cain schreibt in diesem Buch von Chancen und Tücken einer introvertierten Persönlichkeit und wie die Gesellschaft derzeit das Gegenteil glorifiziert. Ob in der Schule, im Beruf oder auch im persönlichen Leben werden introvertierte Menschen häufig unterschätzt und extrovertierte Menschen bekommen mehr Gehör und Anerkennung.

Du bist ja heute so still. Ist ein typischer Satz, den auch ich schon hunderte Male gehört habe. Daher dachte ich, dieses Buch würde sehr gut zu mir passen. Ich fand es anfänglich auch sehr gut, seitenweise konnte ich beim Lesen nicht anders, als zustimmend zu nicken.
Allerdings muss ich sagen, dass ich dieses Buch wohl lieber auf Deutsch hätte lesen sollen. Es ist nun mal eine Art Sachbuch und auf Dauer einfach anstrengend zu lesen. Was allerdings nicht nur an der Sprache liegt. Was ich nicht mochte, war das Susan Cain streckenweise für mich die Introversion zu stark idealisiert. Den Unterton gegen extrovertierte Eigenschaften schwang für mich fast immer mit. Generell wurde ich zum Ende des Buches immer gelangweilter und ich würde Leuten, die sich für das Thema interessieren empfehlen, vielleicht lieber einen ihrer Vorträge anzuschauen. In komprimierter Form ist das für meinen Geschmack viel hilfreicher und anregender.
Fakten
Titel
Quiet: The Power of Introverts
Autor
Genre
Sachbuch
Seiten
352
Verlag
Sprache
Englisch
Ausgelesen am
19.12.2014
Erhältlich bei
Amazon
Meine Bewertung

5 Herzen

Klappentext
At least one-third of the people we know are introverts. They are the ones who prefer listening to speaking, reading to partying; who innovate and create but dislike self-promotion; who favor working on their own over brainstorming in teams. It is to introverts – Rosa Parks, Chopin, Dr. Seuss, Steve Wozniak – that we owe many of the great contributions to society.
In Quiet, Susan Cain argues that we dramatically undervalue introverts and shows how much we lose in doing so. She charts the rise of the Extrovert Ideal troughout the twentieth century and explores how deeply it has come to permeate our culture. [...]
Lieblingsstellen

«[...]introverts are more likely than extroverts to express intimate facts about themselves online that their family and friends would be surprised to read, to say that key can express the «real me» online, and to sprend more time in certain kinds of online discussions. They welcome the chance to communicate digitally.»

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